Nachhaltigkeit & Handarbeit Wolle Material
Zero Waste

Zero Waste: Handarbeit & Nachhaltigkeit – Teil 2 – Wolle

Material ohne Reue – Wolle, Wolle, Wolle

Letzte Woche habe ich in meiner Story bei Instagram gefragt, wer beim Häkeln, Stricken und Co auf einen nachhaltigen Einsatz von Material und Werkzeug achtet. Gerade so die Hälfte hat das bejaht. Klar, das war keine repräsentative Studie, aber ich war trotzdem überrascht, dass es nicht mehr waren. Also hab ich hier und da mal rumgefragt, wie es denn die Näh- und Häkeltanten in meiner direkten Umgebung so halten. Tatsächlich sah es da genauso aus. Nur jede*r Zweite hatte sich schon mit dem Thema beschäftig und noch weniger haben schon etwas umgesetzt.

Ich finde, dass müssen noch viel viel mehr werden. Für mich gehört Nachhaltigkeit zum Handarbeiten einfach dazu. Und das schon immer! Nicht erst seit Greta und Fridays für Future. Dinge selber zu machen oder zu verschönern hat für mich ganz viel mit Umweltbewusstsein zu tun. Das bedeutet weniger Konsum, mehr Individualität und ein bewussteren Umgang mit den eingesetzten Materialien und Werkzeugen.

Handarbeit + Nachhaltigkeit = ♥︎

Aber so wie die Dinge liegen, scheint dass (noch) nicht für alle Alle so zu sein. Vielmehr entscheidet eher der Preis über das gekaufte Material und das angeschaffte Werkzeug. Es wird auch gern zu viel gekauft und ohne auf die verwendeten Grundmaterialien zu achten. Ich weiß das Nähen, Häkeln, Stricken richtig teuer werden können. Klar, müssen viele (mich eingeschlossen!) auf’s Geld achten und hält sich hartnäckig der Irrglaube, dass ökologisch immer auch teuerer bedeutet. Ein weiterer Grund ist schlichtes Unwissen. Viele haben sich noch gar keine Gedanken gemacht, dass auch sowas Feines wie Häkeln nicht immer gut ist für die Welt. Das ändern wir jetzt! Denn mit kleinem Geld und ein bisschen Planung kann easy etwas mehr Nachhaltigkeit in den Wollkorb einziehen.

Letzte Woche habe ich im ersten Teil der Reihe „Handarbeit & Nachhaltigkeit“ über Werkzeuge wie Häkelnadel und Scheren geschrieben. Dieses Mal widme ich mich wie versprochen dem Thema Material. Und das heißt in erste Linie: Wolle, Wolle, Wolle! Ich habe ganz viele Anregungen und Fragen von euch zu Thema Wolle und Nachhaltigkeit bekommen (♥︎-lichen Dank dafür!) und ich habe mich bemüht für Alle die richtige Antwort zu finden.

Nachhaltige Wolle ökologisch und frei von tierleid

Ein paar Gedanken zur Wolle

Anders als eure Häkel- und Stricknadeln, Scheren und Maschenmarkierer, kommt Wolle – in der Regel – nur einmal zum Einsatz. Um so wichtiger ist es, hier auf einen ressourcenschonenden Einsatz zu achten. Denn Wolle sollte niemals ein Wegwerfprodukt sein. Leider bekommt man heute in jedem 1-€-Laden super günstige Wolle mit meist mieser Qualität. So eine Billigwolle verzeiht keine Fehler: Ein paar Mal die Maschen wieder aufgeribbelt, weil sich ein Fehler eingeschlichen hat und schnell wird das Garn flussig oder löst sich in seine Einzelfäden auf. Wenn so ein Knäuel dann nur 0,50 € gekostet hat, landet es ganz schnell mal voller Frust im Müll. Wird dann doch ein Schal daraus, dann zeigt sich meist nach der ersten oder zweiten Wäsche die schlechte Beschaffenheit. Und dann landet sie über diesen Umweg doch noch in der Tonne.

Wolle mit hoher Qualität ist zwar meist etwas teurer, aber ihr habt viel mehr davon. Sie lässt sich besser verarbeiten und hält mehr aus. Ihr könnt sie waschen, aufribbeln, bügeln, bei Sturm aus dem Fenster schmeißen: Sie wird es überleben!

Warum ist Wolle ein problematisches Produkt?

Aber auch wenn das Knäuel eine gute Qualität hat, kann es dennoch auf die Umwelt bezogen ein schwieriges Produkt sein. Denn Wolle wächst nicht in bunten Knäueln am Wollebaum, sondern wird in einem aufwendigen Arbeitsprozess hergestellt. Sie wird von Tieren oder Pflanzen gewonnen, gesponnen, synthetisch hergestellt, gekämmt, gefärbt, verpackt und so weiter. Viele Schritte bei der Herstellung können die Umwelt auf vielfältige Weise belasten:

  • Tiere (z.B. Schafe), die zur Wollherstellung in großen Herden gehalten werden, stoßen CO2 aus (Quelle: Quarks)
  • Pflanzen zur Fasergewinnung werden mit Pestiziden behandelt – im Ausland häufig auch mit solchen, die in der EU längst verboten sind
  • Bei der Tierhaltung und vor allem bei Anbau von Baumwollpflanzen wird enorm viel Wasser verbraucht (Quelle: WWF)

„Doch konventionelle Baumwolle wird häufig mit katastrophalen Methoden angebaut. Kaum eine andere Pflanze wird häufiger mit Pestiziden und Insektiziden behandelt. Auch der Wasserverbrauch ist dramatisch. In einem einzigen Kilogramm Baumwolle stecken durchschnittlich 11.000 Liter Wasser.“

(Quelle: WWF, 2017)

  • Synthetische Garne enthalten oft Mikroplastik, das z.B. übers Waschen ins Meer gelangen kann (Quelle: NABU)
  • durch die chemische Behandlung z.B. beim Färben können toxische Stoffe in die Umwelt, das Wasser oder auch in den Organismus der Arbeiter*innen gelangen
  • Transport der Rohstoffe erzeugt sehr viel CO2 – die meiste Wolle wird in Australien, China und Neuseeland produziert und dann durch die ganze Welt geflogen, geschifft oder gefahren (Quelle: Wikipedia)

Wolle als tierisches Produkt bedeutet außerdem leider oft auch Tierleid. Viele von ihnen werden in der konventionellen Produktion häufig nicht artgerecht gehalten oder bei der Zucht qualvollen Prozeduren unterzogen. Vor allem die Technik des sog. „Mulesing“ steht immer häufiger in der Kritik. Dabei werden den Lämmern ohne Betäubung Hautfalten am Hinterteil entfernt, um eine Verunreinigung der Wolle zu vermeiden. Diese Praxis wird häufig in Australien und Neuseeland betrieben. Aber auch andere Tierarten in der Wollproduktion müssen leiden. Angorakaninchen beispielsweise wird bei der „Ernte“ in China häufig das Fell bei lebendigem Leib abgezogen (Quelle: Peta). Die Gruselgeschichten, die man über die Tierqual in der Textilindustrie erzählen kann, würden eine eigenen Blogbeitrag füllen. Denk daran, wenn ihr das nächste Mal Wolle kaufen wollt (oder Klamotten!).

Nachhaltige-Ökologische-Wolle-Zertifikate

Tipps für die Anschaffung von Wolle

Deshalb gilt schon vor der Anschaffung: Überlegt euch genau, was ihr braucht. „Die ist aber schön weich!“ oder „Das ist ja eine tolle Farbe!“ sind leider keine tragfähigen Säulen für eure Kaufentscheidung. Besser: Ihr habt eine Idee für ein konkretes Häkelprojekt oder eine tolle Strickanleitung, dann besorgt nur das dafür nötige Garn. In Anleitungen sind in der Regel genaue Materialangaben. Wenn ihr ein eigenes Projekt im Kopf habt, oder die entsprechende Wolle nicht zu haben ist, dann lasst euch beraten. Das geht besonders gut im Wollgeschäft eures Vertrauens, aber auch bei der lieben Strickfreundin oder natürlich im Internet. Es gibt zum Beispiel zahlreiche Strick- und Häkelgruppen bei Facebook. Dort werden Anleitungen getauscht, Hilfe gesucht und Tipps gegeben. Es lohnt sich außerdem beim Hersteller nachzufragen.

Fehlkäufe und Überschuss vermeiden

Ihr habt eine schöne Wolle entdeckt und wisst nicht, ob diese für euer Vorhaben geeignet ist, dann nehmt erstmal nur ein Knäuel. Macht eine Maschenprobe und häkelt/strickt das Muster testweise an. Wollknäuelreste, Fehlkäufe & Co könnt ihr prima im Internet verkaufen oder verschenken. Es gibt außerdem diverse regionale Tauschgruppen bei Facebook. Oder ihr sucht euch ein Strick- oder Häkelkränzchen in eurer Stadt (es gibt sie ÜBERALL!) und bringt dort einfach alles mit. Irgendjemand hat sicherlich noch Freude dran.

Und ganz wichtig: Bevor ihr etwas neues anfangt, schaut zuerst in eure Restekiste. Vielleicht verbirgt sich dort noch das eine oder andere Wollschätzchen, das ihr längst vergessen habt.

Ökologische Wolle erkennen

Außer auf den sparsamen Einsatz der Wolle, könnt ihr außerdem auf eine ökologische – und tierleidfreie – Herstellung des Garns achten. Wirklich ökologische und umweltschonende Wolle zu finden, ist aber gar nicht so einfach. Das liegt vor allem daran, dass heute viele Hersteller mit Nachhaltigkeit und Grün und „Greta gefällt das“ werben. Es gibt viele viele Siegel und Zertifikate, die allerlei Umweltliebe versprechen, aber leider oft nicht halten. Hinzukommt das die Begriffe „Öko“, „Bio“ oder „Natur“ in der Textilbranche nicht geschützt sind. Die kann sich also jeder auf die Wolle schreiben – ob’s stimmt oder nicht.

Nachhaltige-Textilien-Handarbeit-Zero-Waste

Bio vs. Nachhaltigkeit vs. Fair Trade

Dabei ist (echte) biologische, nachhaltige und auch faire Wolle genau das was es braucht! Aber was heißt denn das eigentlich genau? Bio ist nämlich nicht gleich nachhaltig und keines davon verspricht euch fairen Handel.

Bio, biologischBiologisch hergestellte und/oder angebaute Produkte werden unter ökologisch kontrollierten Bedingungen hergestellt. Dabei darf keine Gentechnik und keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Tiere dürfen nicht mit Hormonen oder Antibiotika behandelt werden. Die Vorgaben werden durch die EU geregelt und sind in der EG-Öko-Verordnung geregelt (Quelle: BMEL)
Nachhaltigkeit, nachhaltigNachhaltigkeit beschreibt einen übergreifenden ressourcenschonenden Umgang mit der Welt und den darin lebenden Organismen. Nachhaltiger Handel und Konsum soll schonend für Umwelt, Mensch und Tier sein. Alle vorhanden Ressourcen sollen wohlüberlegt eingesetzt werden.
Fair Trade, fair gehandeltFair gehandelte Produkte versprechen, dass alle am Prozess der Herstellung und des Vertriebs beteiligten Arbeiter*innen im Bezug auf Löhne und Arbeitsbedingungen nach festgelegten sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien behandelt werden. Produkte, die diese Standards erfüllen erhalten das „Fair Trade Siegel“ (Quelle: Fair Trade DE)

Damit ihr beim Einkauf erkennen könnt, ob eure Wolle nachhaltig und ökologisch ist, helfen euch z.B. Siegel und Zertifikate. Leider nutzen viele Unternehmen zu Marketingzwecken Logos, die einen nachhaltigen Umgang versprechen, aber meist nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Vor allem firmeneigenen Siegel halten meist nicht was sie versprechen. Also hier immer genau hinschauen.

Willkommen im Label-Dschungel

Beim Wolle kaufen begegnen euch immer wieder zwei Siegel: ÖKO-TEX Standard 100 und GOTS. Und auf die kommt es an.

ÖKO-TEX Standard 100

ÖKO-TEX Standard 100 Nachhaltigkeit Textilien und Wolle
  • Die Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textil- und Lederökologie (Oeko-Tex) testet Textilien auf Schadstoffe
  • Es werden vier Produktklassen unterschieden
    • Produktklasse I: Artikel für Babys und Kleinkinder 
    • Produktklasse II: Hautnah verwendete Artikel 
    • Produktklasse III: Hautfern verwendete Artikel 
    • Produktklasse IV: Ausstattungsmaterialien 
  • es werden außerdem Hautfreundlichkeit und ph-Wert getestet
  • testet auch Schadstoffe, die noch nicht explizit reglementiert sind (Quelle: ÖKO-TEX)

ÖKO-TEX Standard 100 sagt allerdings nichts über die ökologische Beschaffenheit des Grundmaterials (Es bekommen auch synthetisch hergestellte Garne das Zertifikat ) oder die gesamte Herstellungs- und Vertriebskette aus. Dennoch ist es eine gute Richtschnur, wenn ihr bezogen auf eingesetzte Schadstoffe und Chemikalien informiert sein wollt. Produkte und Kleidung für Babys und Kindern häkele ich immer mit Wolle, die von ÖKO-TEX zertifiziert ist. ÖKO-TEX bietet neben dem Standard 100-Label noch weitere Label: „Made in Green“ achtet zum Beispiel zusätzlich auf umweltfreundliche Betriebe und soziale Standards bei den Arbeitsbedingungen. Es gibt außerdem ein Siegel für Lederwaren. Diese beiden Siegel findet ihr auf bereits verarbeiteten Produkten, wie z.B. Kleidung, Accessoires oder Heimtextilien.

GOTS (Global Organic Textile Standard)

GOTS Siegel Nachhaltigkeit Textilien und Wolle
  • Textile Produkte, die das GOTS-Siegel tragen, erhalten mindestens 70% biologisch erzeugte Nutzfasern
  • alle eingesetzten Zusatzstoffe und Chemikalien müssen festgelegte umweltrelevante und toxikologische Kriterien erfüllen
  • Wasserschutz durch funktionale Abwasserklärung muss gewährleistet sein
  • Für die Arbeitsbedingungen im Unternehmen sind feste soziale Standards festgeschrieben (Quelle: GOTS)

Das GOTS-Siegel ist umfassender als das Zertifikat von ÖKO-TEX. Dafür ist es auch deutlich seltener auf Wolle zu finden. Glücklicherweise werden es aber immer mehr Knäuel mit dem grünen Siegel. Auch die „großen Player“ im Wollbusiness bieten inzwischen GOTS-zertifizierte Wolle in ihrem Standardangebot – und preislich macht es gar keinen großen Unterschied.

Beim nachhaltigen Einkauf gilt das „Wo“ (wie in „Wolle“)

In Teil 1 der Reihe zu „Nachhaltigkeit & Handmade“ habe ich euch ja schon ausführlich über Onlinehandel vs. Einzelhandel informiert. Dennoch hier erneut ein paar Worte dazu.

Ich bin ein großer Fan davon im stationären Einzelhandel einzukaufen (sagt die Frau mit dem Onlineshop!). Der Wollladen nebenan ist immer ein Besuch wert. Die Beratung ist besser, es belebt den Ort, sichert Arbeitsplätze und man konsumiert bewusster. Ihr könnt die Wolle anfassen oder sogar ausprobieren. Ganz nebenbei hält man einen kleinen Schnack und kriegt gute Laune. Jetzt kommt das Aber: Die Ökobilanz eures Einkauf wird gleich richtig schlecht, wenn ihr euch dafür erstmal ein paar Kilometer ins Auto schwingt. Das heißt nicht, dass der hübsche Handarbeitsladen im Nebenort nicht einen regelmäßigen Besuch verdient (Vielleicht aber lieber mit dem Bus 😉), aber manchmal kann es auch sinnvoll sein, online zu bestellen. Wenn ihr zum Beispiels spezielles Material benötigt, dass ihr nicht nebenan bekommt.

Wolle Online einkaufen geht auch „nebenan“

Auch hier kann man ein bisschen was besser machen. Es muss zum Beispiel nicht immer Amazon sein, wo eure Wolle im schlimmsten Fall erst aus China eingeflogen wird. (Ich habe da übrigens seit über 10 Jahren nix mehr eingekauft. Und siehe das: Ich lebe noch!) Viele kleinere Ketten und Geschäfte betreiben Onlineshops. Eine Bestellung dort bietet zwar nicht den oben genannten „kleinen Schnack“, aber unterstützt trotzdem den Einzelhandel. Vielleicht es ja sogar in eurer Region einen Laden mit eigenem Onlineangebot. Dann ist der Postweg nicht ganz so lang. Nach einer kleinen Recherche findet ihr sicherlich den Shop eures Vertrauens, der euch lange Zeit treue Dienste leisten kann. 

Regionale oder nationale Anbieter haben außerdem den Vorteil, dass ihr euch auf die nötigen Zertifikate (z.B. TÜV, CE-Zeichen, FSC-Siegel etc.) verlassen könnt. Zudem müssen euch die Verkäufer über Inhaltsstoffe und Grundmaterialien informieren. Vor allem Onlinehändler in Asien bieten eine schlechte oder gar keine Informationspolitik und Siegel werden oft gefälscht. Außerdem gelten hier nicht die Regelungen zur Produktsicherheit, die Händler in der EU und Deutschland einhalten müssen. (Quelle: sueddeutsche.de, IT-Recht-Kanzlei)

Ich achte auch darauf, wie die Ware bei mir ankommt. Onlinehändler, die ihre Wollknäuel in Folie packen und das ganze in einer Plastikversandtasche (das Grauen!) verschicken, landen auf der schwarzen Liste.

Minimal-Waste-Handmade-Wolle

Meine Pro-Tipps auf einen Blick

  • Achtet auf Siegel und Zertifikate. Wenn ihr ein Siegel nicht kennt, fragt Tante Google. Achtet dabei auf unabhängige Bewertungen.
  • Plant eure Projekte gut und macht immer erst ein Maschenprobe.
  • Kauft nur, was ihr wirklich braucht. Verzichtet auf Impulskäufe. Fragt euch am besten: „Was will ich damit machen?“. Euch fällt nix ein? Dann lieber liegen lassen.
  • Schaut auch mal in Tauschgruppen, bei Kleinanzeigen und Flohmärkten vorbei. Hier könnt ihr auch selbst euer überschüssiges Material anbieten.
  • Schaut euch die Umverpackung an. Plastik finden wir doch alle blöd!
  • Verzichtet auf Gitzerwolle – da ist leider oft Mirkoplastik enthalten
  • Vergesst nicht, das Wolle (z.B. Schurwolle, Angora oder Alpaka) ein Produkt ist, das von Tieren stammt. Geht respektvoll damit um. (Wobei Wolle immer unser aller Respekt verdient 😁)
  • Bei Wolle geht es nicht nur darum was drin ist, sondern auch wer sie hergestellt hat. Viele Menschen arbeiten dafür, dass ihr einen Schal häkeln könnt – und leider oft unter sehr schlechten Bedingungen. Schon allein deshalb sollte Wolle niemals ein Wegwerfprodukt sein.

Lasst mir gerne eure ultimativen Öko-Pro-Tipps in den Kommentaren da.

Für den dritten und vorerst letzten Teil der Reihe, möchte ich über Anleitungen, Bücher etc. schreiben. Die sind ja im Hobbyzimmer allgegenwärtig und kaum jemand macht sich Gedanken über die ökologischen Aspekte dabei. Wenn ihr zu diesem Thema Anregungen oder Fragen für ich habt, schreibt mir gerne eine Nachricht oder einen Kommentar. Und jetzt ab in den Wollladen mit euch (natürlich via Fahrrad) und sucht euch eure neue nachhaltige Lieblingswolle!

Viel Spaß dabei!


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One Comment

  • Jutta

    Hallo Frau Line,

    wir hatten schon Kontakt. Danke für den Artikel. Danke für die vielen kleinen Informationen, die sehr hilfreich sind.
    Ich lebe in Irland und hier ist es leider nicht möglich mit dem Bus zum Woll Laden zu kommen und diverse andere Sachen funktionieren hier nicht. Aber in Deutschland ist es durchaus möglich auf diese verschiedenen Dinge zu achten. Ich werde mich jetzt mehr informieren und mir mehr Mühe geben um Informationen über die Wolle zu bekommen für die ich mich interessiere. Aber ich werde bestimmt weiter Wolle kaufen, die ich mag, denn früher oder später kommt hier alles zum Einsatz 🙂

    Herzliche Grüsse aus Irland

    Jutta

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